Im Mikrofonkoffer warten die Piccoloflaschen auf die Band



Hameln. Ein Proberaum ist ein steriles Tonstudio? Von wegen! Dort, wo heimische Musiker ihre Songs einstudieren, sammelt sich mit der Zeit eine Menge an – und die Gegenstände erzählen eine ganz persönliche Bandgeschichte. In Hamelns Proberäumen schaut sich Dewezet-Mitarbeiterin Mareike Katharina Besecke um. Diesmal besucht sie midsomer.

Im Jahr 2006 hat sich die Band midsomer formiert, die sich einer ganz besonderen Musikrichtung verschrieben hat: dem Skandinavian Vocal Jazz. Marlene Börder-Carmine (Gesang), Tobias Carmine (Gitarre), Boris Faehndrich (Schlagzeug und Percussion), Rüdiger Meyer (Piano), Matthias Nolting (Saxofon) und Richard „Richie“ Oschwald (Bass) interpretieren Stücke von Rebekka Bakken und Viktoria Tolstoy sowie Instrumental-Jazz-Nummern von Jan Garbarek und Chick Corea. Seit drei Jahren schreiben sie bei ihren Proben, die alle zwei Wochen stattfinden, eigene Songs. Federführend sind die Berufsmusiker Rüdiger und Tobias. In einem der wohl schönsten und größten Hamelner Proberäume werden eifrig Pläne für die Zukunft geschmiedet. So wollen die Musiker auch Konzerte geben, bei denen sie ausschließlich eigene Songs spielen. Auf der Bühne überzeugte midsomer mit seinem Repertoire aus 25 Songs bereits beim Tag der Niedersachsen, im Ottensteiner Gasthaus Hahn und in der Sumpfblume. Das Publikum war begeistert, und die Musiker investierten daraufhin ihre Gage in die Aufrüstung von Instrumenten und Technik. Auch personell möchte die Band nachrüsten. Den Musikern fehlt ein Mann am Mischpult, der die Songs kennt und sowohl bei den erdig-dynamischen als auch den zerbrechlichen Songs viel Feingefühl zeigt. Langfristig möchte midsomer eine CD aufnehmen und überregionale Konzerte spielen. Der nächste Auftritt der Band findet am Samstag, 17. April, ab 19.30 Uhr im Hofcafé Brandes in Flegessen statt. Mehr von midsomer gibt es online: www.midsomer.de

Quelle: Dewezet vom 07.04.2010

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